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Johanna Etienne Krankenhaus

Tag gegen den Schlaganfall

Herzlich Willkommen auf unserer Infoseite rund um den Schlaganfall

Der 10. Mai markiert wie gewohnt den Tag gegen den Schlaganfall. Wegen der Situation um das neuartige Corona-Virus ist in diesem Jahr jedoch alles anders: Öffentliche Aktionen können nicht auf das Thema aufmerksam machen. Die Klinik für Neurologie des Johanna Etienne Krankenhauses lädt Sie ein, sich online einen Überblick über die wichtigsten Infos zu verschaffen. Denn gerade die Angst vor einer Infektion führt derzeit dazu, dass Menschen Warnsignale unterdrücken und sich womöglich zu spät Hilfe holen.

Warum Sie bei uns keine Angst vor Corona haben müssen und bei welchen Anzeichen die Alarmglocken klingeln sollten, sehen Sie in unseren Videos. In den Kurzfilmen unten kommen Mediziner, eine Pflegeexpertin und ein Mitarbeiter des Rettungsdienstes zu Wort.

Viel Spaß beim Stöbern!

Prof. Jan Sobesky, Chefarzt

Neuigkeiten zur akuten Behandlung

Dr. Christoph Walter, Oberarzt

Das Corona-Virus und der Schlaganfall: Was nun?

Marc Zellerhoff, ärztlicher Leiter Rettungsdienst

Im Notfall das erste Gesicht: Der Rettungsdienst

PD Dr. Dan Meila, Departmentleiter

Topmodern: Interventionelle Neuroradiologie

Patricia Günther, Stationsleitung

Keine Angst vor Covid-19 auf der Stroke Unit

Das Wichtigste in Kürze

Infobox Schlaganfall

Schlaganfall: Was ist das genau?

Ein Schlaganfall ist eine plötzliche Mangeldurchblutung des Gehirns – meist durch den Verschluss eines Gefäßes im Gehirn, genauer einer Arterie. Diese so genannten Hirninfarkte oder auch ischämischen Schlaganfälle machen etwa 80 bis 85 Prozent aus.

Bei den restlichen 15 bis 20 Prozent handelt es sich Blutungen aus einer eingerissenen Hirnarterie, wodurch es zu einer Hirnblutung, also einem Austritt von Blut in das Hirngewebe, kommt. Mediziner sprechen von einer intrazerebralen Blutung.

Es geht alle an: Zahlen und Fakten

Jedes Jahr sind in Deutschland mehr als 270.000 Schlaganfälle zu verzeichnen. Der Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache nach dem Herzinfarkt und Krebs sowie die häufigste Ursache von Invalidität im Erwachsenenalter. 80 Prozent der Schlaganfall-Patienten sind über 60 Jahre alt – aber auch jüngere und sogar Kinder sind betroffen.

Die sollte jeder kennen: Wichtigste Anzeichen
  • Plötzliche Schwäche oder Gefühlsstörung einer Körperhälfte, zumindest eines Teils (Mundwinkel, Arm oder Bein)
  • Plötzlicher Verlust der Sprechfähigkeit
  • Plötzlicher Schwindel oder Gangunsicherheit
  • Plötzliche Sehstörung, etwa Gesichtsfeldausfälle oder Doppelbilder
  • Plötzliche, ungewöhnlich starke Kopfschmerzen

Der akute Schlaganfall ist ein Notfall!

Bei Schlaganfall-Symptomen rufen Sie sofort den Rettungsdienst unter der 112 an.

Was passiert im Krankenhaus?

Im Krankenhaus angekommen sehen unsere Ärztinnen und Ärzte genau nach und beginnen mit schnell mit der Diagnostik. Im Anschluss beraten sie über die beste Behandlung. Patienten mit Schlaganfall kommen auf eine dafür spezialisierte Station: die Stroke Unit.

Bei einem Teil der Patienten, etwa 15 Prozent, kann das verstopfte Hirngefäß mit einem Medikament wieder eröffnet werden. Das nennt man Thrombolyse. Bei großen Gefäßverschlüssen können unsere Mediziner das Gerinnsel mit einem Spezialkatheter lösen – das moderne Verfahren der Thrombektomie. Über einen kleinen Schnitt in der Leiste wird ein dünner Katheterschlauch bis hin zu den Hirngefäßen eingeführt. Das Gerinnsel, das die Blutzufuhr zum Gehirn blockiert, wird dort abgetragen. 

Im „Etienne“ fängt das fachübergreifende Team auch so früh wie möglich mit der Rehabilitation an. Sie setzen dabei an der Diagnostik und Therapie der Schluckstörung, der Aufmerksamkeitsstörung sowie der motorischen Störungen an. Die Physio- und Ergotherapie sowie die Logopädie arbeiten mit Ihrem behandelnden Mediziner zusammen. So können sie Einschränkungen durch den Schlaganfall schon früh vorbeugen und lindern.

Rückfällen vorbeugen: Geht das?

Die Ursachen für einen Schlaganfall sind vielfältig und jeder Patient braucht seine eigenen Empfehlungen. Sie sollten an Ihren Risikofaktoren arbeiten, dazu gehören:

  • Bluthochdruck (arterielle Hypertonie)
  • Hochgradige Einengung der Halsschlagader (Carotis-Stenose)
  • Vorhofflimmern (Herzrhythmusstörung)
  • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
  • Fettstoffwechselstörung
  • Übergewicht und ungesunde Ernährung
  • Rauchen
  • Übermäßiger Alkoholkonsum
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