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Herzlich Willkommen in unserer Neurologie

Das Nervensystem des Menschen ist faszinierend und hochkomplex. Mit einem Team von 24 Ärzten, darunter ausgewiesene Spezialisten in verschiedenen Fachbereichen neurologischer Erkrankungen, stehen wir an 365 Tagen im Jahr 24 Stunden pro Tag zur Verfügung, um Sie bestmöglich zu versorgen. Was wir bieten: fast 80 neurologische Betten, eine Schlaganfall-Spezialstation mit zwölf Monitorbetten, eine Station für Frührehabilitation sowie Betreuungsmöglichkeiten im Bereich der Intensivmedizin und der Intermediate Care-Medizin.

Schnell im Überblick

Unsere Leistungen und Angebote

Erkrankungen & Krankheitsbilder

Schlaganfall

Der Schlaganfall (auch Schlag, Apoplex oder Hirninfarkt genannt) ist eine Gefäßerkrankung des Kopfes und führt meist zu plötzlichen neurologischen Ausfällen. Zumeist handelt es sich um die Verengung des Gefäßes durch ein Gerinnsel (Hirninfarkt) mit folgender Minderdurchblutung des Hirngewebes. Zu einem geringen Teil kommt es auch zu einem Einriss des Gefäßes mit Blutung in den Kopf (Hirnblutung). Die häufigsten Zeichen sind plötzliche Lähmungen, Gefühlsstörungen, Sehstörungen oder Sprachstörungen. Häufige Ursachen sind Erkrankungen des Herzens, wie z. B. das Vorhofflimmern, Erkrankungen der Gefäße wie z. B. die Arteriosklerose der großen Gefäße oder Schädigung der kleinen Gefäße, in seltenen Fällen auch Gerinnungsstörungen oder rheumatische Erkrankungen. Wir sind einer der größten regionalen Schlaganfallversorger und behandeln ca. 1 500 Schlaganfallpatienten pro Jahr auf der spezialisierten Schlaganfalleinheit (Stroke Unit) mit zwölf Betten.

Epilepsie

Die Epilepsie entsteht durch eine Störung der elektrischen Übertragung der Nervenzellen und führt zu anfallsartigen Störungen z. B. in Form von Zuckungen, Bewusstseinsstörungen, Fehlhandlungen oder Ohnmachtsanfällen. Die Ursache kann angeboren (genetische Epilepsie) oder erworben sein (z. B. durch Schlaganfälle oder Hirntumore). Epileptische Erkrankungen müssen neurologisch genau untersucht werden, da eine gute medikamentöse Einstellung in den meisten Fällen hilfreich ist und eine bessere Lebensqualität für Patienten ermöglicht.

Multiple Sklerose

Multiple Sklerose ist eine zumeist chronische Autoimmunerkrankung. Es kommt zu Entzündungsherden im Bereich des Kopfes oder des Rückenmarks, die neurologische Ausfälle verursachen können. Häufige Beschwerden sind z. B. Sehstörungen, Sprachstörungen, Gefühlsstörungen, Lähmungen, ausgeprägte chronische Müdigkeit, Schwindel oder Schmerzsyndrome. Eine Vielzahl von Therapiemöglichkeiten sind insbesondere im Bereich der letzten Jahre für die multiple Sklerose entwickelt worden, sodass eine genaue Beurteilung für optimale Behandlungsplanung notwendig ist.

Hirnhautentzündung

Hirnhautentzündung kann als Enzephalitis (Gehirnentzündung) oder Meningitis (Hirnhautentzündung) sehr gefährlich werden. Zumeist handelt es sich um erregerbedingte Erkrankungen, die durch Viren oder Bakterien verursacht sind. Die häufigsten Beschwerden sind Krankheitsgefühl, Fieber, Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit bis hin zu Bewusstseinsstörungen und Koma. Eine sofortige Diagnostik und Therapie sind lebensnotwendig, da die Hirnhautentzündung noch immer zu einer sehr bedrohlichen Krankheit zählt.

Morbus Parkinson

Die Parkinsonerkrankung ist eine von vielen möglichen Bewegungsstörungen, die zumeist durch veränderte Neurotransmittersysteme langsam entsteht und zu fortschreitenden Bewegungsstörungen führt, mit Muskelsteifigkeit, Zittern, Bewegungsarmut und Standunsicherheit. Neben der Parkinson’schen Erkrankung, deren Ursache noch nicht eindeutig geklärt ist, gibt es viele andere Ursachen von Bewegungsstörungen (Medikamente, Entzündungen, Infekte, Vergiftungen), sodass eine genaue Zuordnung der Ursache für die weitere Behandlung notwendig ist.

Demenz und demenzielle Syndrome

Jede Art von Störung der geistigen Leistungsfähigkeit im Bereich des Erinnerns oder im Bereich der Handlungsplanung sind einschneidende Lebenserlebnisse und bedürfen einer sofortigen Abklärung. Neben kleinen und harmlosen Ursachen der Gedächtnis- und Denkstörungen (wie z. B. durch Medikamente oder Stimmungsschwankungen) gehört die eigentliche Demenz zu einer der häufigsten Erkrankungen in der alternden Gesellschaft. Neben der Demenz vom Alzheimertyp ist die gefäßbedingte Demenz (vaskuläre Demenz) sehr häufig. Darüber hinaus finden sich zumeist Mischformen aus den beiden erstgenannten Demenzformen. Eine genaue Abklärung der tatsächlichen Einbußen der geistigen Leistungsfähigkeit, wie auch eine Beschreibung der Ursachen und eine mögliche Therapie sind notwendig, um eine bestmögliche Versorgung und bei Bedarf auch Anbindung an demenzspezifische Handlungsangebote zu ermöglichen. Zusätzlich steht mit dem Augustinus Memory Zentrum (AMZ) ein einzigartiges Versorgungsprojekt für Menschen mit demenziellen Erkrankungen zur Verfügung.

Myasthenia gravis

Die Myasthenia gravis ist eine der häufigsten neuromuskulären Erkrankungen. Hier handelt es sich um eine gestörte Übertragung der Nervenimpulse auf den Muskel durch Autoimmunprozesse. Beschwerden sind Doppelbilder, Sprachstörungen und Muskellähmungen. Diese Erkrankung kann viele verschiedene Ursachen haben und ist prinzipiell gut behandelbar. Hier ist eine neurologische Abklärung hinsichtlich der Krankheitsursache notwendig.

Polyneuropathie

Durch eine Schädigung der langen Nervenbahnen kommt es zu Gefühlsstörungen und Kraftstörungen zumeist im Bereich der Beine oder auch im Bereich der Arme, die chronisch fortschreitend ist, gelegentlich auch schubförmig verlaufen kann. Hier ist eine genaue Nervenuntersuchung notwendig, um Ursache und Ausmaß der Schädigung zu beschreiben. Häufige Ursachen sind z. B. Diabetes mellitus, übermäßiger Alkoholkonsum und sonstige medikamentöse oder chemische Ursachen. Wenngleich in vielen Fällen nur eine symptomatische Therapie möglich ist, müssen behandelbare Fälle (z. B. Vitaminmangel, diabetische Störung, medikamentöse Ursachen) geklärt und so bald wie möglich korrigiert werden.

Schwindel

Schwindelbeschwerden sind meist sehr belastend. Die Ursachen des Schwindels sind vielfältig und die Ursachensuche ist zumeist sehr umfangreich. Aus neurologischer Sicht wird die Störung des Gleichgewichtsorganes (peripherer Schwindel) von der gehirnbedingten Störung (zentraler Schwindel) unterschieden. Die Beeinträchtigung und auch die Ernsthaftigkeit des Krankheitsbildes können sehr stark variieren. Aus diesem Grunde ist bei Schwindel eine umfassende neurologische Abklärung in den meisten Fällen wichtig und für die weitere Therapie entscheidend.

Kopfschmerzen

Kopfschmerzen sind eine der häufigsten Beschwerden der medizinischen Vorstellung. Während ein großer Teil der Kopfschmerzen eher chronisch und harmlos ist (Spannungskopfschmerz oder Migräne), finden sich zu einem geringen Teil jedoch auch ernsthafte und gefährliche Ursachen des Kopfschmerzes (wie eine Hirnblutung oder Meningitis). Die genaue Unterscheidung kann nur nach neurologischer Beurteilung erfolgen.

Therapieangebot

Schlaganfall

Wir bieten die akute Therapie des Schlaganfalls inklusive Thrombolyse (Auflösung eines Blutgerinnsels mit Hilfe von Medikamenten) und mechanischer Rekanalisation (Wiederöffnung eines verschlossenen Gefäßes). Zur spezialisierten Behandlung bei einem Schlaganfall gehört auch das Monitoring auf unserer zertifizierten Stroke Unit (Schlaganfall-Station). Dort nimmt das Team eine umfassende sofortige Ursachenabklärung und Behandlungsplanung vor:

  • interdisziplinäre Therapie, u. a. mittels medikamentöser Therapie der Schlaganfallursachen (Blutverdünnung, Blutzuckereinstellung, Cholesterinsenkung)
  • operative Therapie der Halsschlagader (Carotis-Operation)
  • endovaskuläre Therapie bei Verengung der Halsschlagader (Carotis-Stenting)
  • endovaskuläre Versorgung der intrakraniellen Gefäße (Stenting)
  • interventionelle Versorgung schlaganfallrelevanter kardiologischer Erkrankungen (z. B. Schirmchenverschluss beim sogenannten persistierenden Foramen ovale, kurz FPO).

Frührehabilitation

Im Anschluss an den Schlaganfall oder auch andere neurologische Erkrankungen kann im Rahmen der Frührehabilitation (Phase B) eine intensivierte Rehabilitation im akut-stationären Umfeld anhand eines interdisziplinären Teams erfolgen. Dies umfasst neben Monitoring der Vitalparameter auch umfassende Diagnostik und Therapie der Schluckstörung, der Aufmerksamkeitsstörung sowie der motorischen Störungen.

Epilepsie

Für die Versorgung des akuten epileptischen Anfalls sowie der Betreuung von chronischen epileptischen Erkrankungen steht neben einer Intermediate Care Station die Normalstation mit der Möglichkeit der umfassenden EEG-Diagnostik zur Verfügung. Eine Elektroenzephalografie, kurz EEG, misst die elektrische Aktivität des Gehirns durch Aufzeichnung der Spannungsschwankungen an der Kopfoberfläche. Die Diagnostik in der Klinik für Neurologie umfasst das Ruhe-EEG, das Provokations-EEG, das Schlafentzugs-EEG sowie das 24-Stunden-EEG. Für spezielle Fragen erfolgt eine Diagnostik im Schlaflabor in Kooperation mit der Klinik Königshof.

Demenzerkrankung

Neben der genauen neuropsychologischen Testung in Zusammenarbeit mit der hiesigen Physiotherapie savita erfolgen auf neurologischer Seite die exakte Bildgebung, die Untersuchung des Nervenwassers und andere neurologische Untersuchungen zur Klassifizierung der demenziellen Syndrome. Falls notwendig, erfolgt eine Weiterbetreuung und Nachbehandlung in Kooperation mit dem Augustinus Memory Zentrum in Neuss.

Parkinsonerkrankung

Die Zuordnung der Parkinsonerkrankung erfolgt durch genaue klinische Beobachtung und ggf. ergänzende elektrophysiologische Untersuchungen. Es stehen sämtliche medikamentöse Therapieangebote zur Verfügung. Weitere invasive Therapien (Legen einer spezifischen Magensonde, subkutane Gabe von Medikamenten, Implantation von Sonden zur tiefen Hirnstimulation) erfolgen in Kooperation mit der Uniklinik Düsseldorf.

Komplexe neurovaskuläre Erkrankungen

Neben dem akuten Schlaganfall gibt es viele komplizierte gefäßbedingte Fragestellung wie z. B. Malformationen, Fisteln oder Kavernome des Gehirnes. Im Rahmen des neurovaskulären Zentrums erfolgt eine interdisziplinäre Beurteilung dieser Erkrankungen in Kooperation mit der Neuroradiologie, Gefäßchirurgie und Neurologie, wie auch im Rahmen einer standardisierten Kooperation mit der Klinik für Neurochirurgie des Helios Klinikums Krefeld. Einmal wöchentlich werden ausgewählte Fälle besprochen und von allen Experten gemeinsam beurteilt, um die beste Therapiemöglichkeit zu ermitteln.

Unser Team

Unsere Kompetenz für Ihre Gesundheit

Prof. Dr. med. Jan Sobesky

Chefarzt

Dr. med. Andris Conen

Oberarzt

Dr. med. Thorsten Lammers

Oberarzt

Gero Lindenblatt

Oberarzt

Dr. med. Steffen Benik

Oberarzt

Aus- und Fortbildungsangebot

Angebot für Assistenzärzte

Die Klinik für Neurologie besitzt die volle Weiterbildungsermächtigung Neurologie für 48 Monate. Im Laufe dieser Zeit erfolgt eine strukturierte Weiterbildung nach einem vorab festgelegten Ausbildungskonzept (diese kann beim Chefarzt der Abteilung angefragt werden). Einmal jährlich erfolgt ein strukturiertes Mitarbeiterjahresgespräch, um die Fortschritte im Bereich des Wissenserwerbs und der technischen Fertigkeiten zu überprüfen. Neben der täglichen Röntgenbesprechung mit Erörterung der akuten und komplexen Fälle erfolgt einmal wöchentlich eine neurologische Fortbildung, einmal wöchentlich eine praktische Fortbildung im Bereich der neurologischen Zusatzdiagnostik, einmal monatlich eine pharmakologische Visite zur Frage der Polypharmazie, sowie einmal wöchentlich auf jeder Station die Chefarztvisite mit gemeinsamer Fallerörterung. Zusätzlich wird einmal eine Fortbildung zum Thema FEES (fiberendoskopische Schluckdiagnostik) angeboten. Einmal wöchentlich findet das neurovaskuläre Board statt, in dem interdisziplinär per Telekonferenz relevante neurovaskuläre Fälle erörtert werden. Das psychiatrische Rotationsjahr kann innerhalb der KIiniken des Trägers abgeleistet werden. Der Ausbildungsabschnitt intensivmedizinische Versorgung (sechs Monate) kann in Kooperation mit der Klinik für Innere Medizin in der interdisziplinären Intensivstation absolviert werden.

Angebot für ärztliche Kollegen

Die neurologische Fortbildung ist ärztlichen Kollegen außerhalb unseres Krankenhauses jederzeit zugängig. Zusätzlich erfolgen Fortbildungen für ärztliche Kolleginnen und Kollegen im Rahmen der eigenen Veranstaltungen mit jeweils einzelner Ankündigung (siehe Veranstaltungsplan).

Angebote für Studierende/Famulanten

Die neurologische Klinik bildet studentische Kolleginnen und Kollegen im Rahmen einer Famulatur aus. Diese sollte idealerweise mindestens zwei bis vier Wochen umfassen. Üblicherweise erfolgt eine Ausbildung im Bereich der Normalstation mit 50 Prozent der Zeit, im Bereich der ZNA und Stroke Unit für 25 Prozent der Zeit und im Wahlgebiet für 25 Prozent der Zeit. In der Ausbildung wird jeweils ein Tutor als direkter Ansprechpartner zugeordnet.

Angebot für PJler

Als Lehrkrankenhaus der Uniklinik Düsseldorf bieten wir PJ-Rotationen im Wahlfach Neurologie an. Wir bilden somit Studierende im Praktischen Jahr im Bereich der Neurologie inklusive Stroke Unit und Frührehabilitation aus. Es besteht ein strukturiertes PJ-Ausbildungscurriculum. PJ'lern wird jeweils ein Tutor sowie ein Vertrauensoberarzt zugeordnet, um eine optimale Ausbildung im Rahmen des Tertials zu ermöglichen. Durch zwei strukturierte Ausbildungsgespräche mit dem Chefarzt erfolgt eine Kontrolle der Lernziele und bei Bedarf eine Korrektur der Lerninhalte. 

Sie fragen - wir helfen

Kontakt und Terminkoordinierung

Regina Konrad, Sekretärin

Johanna Etienne Krankenhaus

02131 529 56002

r.konrad@ak-neuss.de

Wolfgang Lüpertz, Case Manager

02131 529 59062

w.luepertz@ak-neuss.de

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Aktuelles & Neuigkeiten

Neue MRT-Generation am Johanna Etienne Krankenhaus

Mehr Patientenzufriedenheit, eine detailreichere Darstellung und schnellere Untersuchungen bietet der neue Magnetresonanztomograf „MAGNETOM Lumina 3 Tesla“ im Neusser Johanna Etienne Krankenhaus. Als erste Klinik in NRW und zweite weltweit installierte die Klinik die neueste Technologie von Siemens Healthineers.

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Experte aus dem Etienne spricht auf internationalem Thrombektomie-Kongress

Zum ersten Mal findet am Wochenende des 14. und 15. Juni in Italien ein internationaler Gipfel eigens zum Thema Thrombektomie statt. Einer der Redner kommt aus Neuss: PD Dr. med. Dan Meila, Leiter der Interventionellen Neuroradiologie im Johanna Etienne Krankenhaus. Neben ihm sprechen Spezialisten aus namhaften Universitäten wie der University of California.

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Schmerzmedizin am Etienne geht an den Start

Ab dem 1. April nimmt das Department Schmerzmedizin unter Leitung von Dr. Werner Moser im Johanna Etienne Krankenhaus seine Arbeit auf. Schätzungsweise bis zu 16 Millionen Menschen in Deutschland leiden an chronischen Schmerzen. Ein Zustand, der sich auf das berufliche und gesellschaftliche Leben auswirkt: Fast die Hälfte der Betroffenen fühlt sich in der Ausübung der Arbeit eingeschränkt und jeder Vierte gibt an, negative Folgen für das Zusammenleben mit Freunden und Familie zu spüren. In manchen Fällen kommt es soweit, dass Menschen mit chronischen Schmerzen sich aus dem sozialen Leben mehr und mehr zurückziehen.

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