Klinik für Interventionelle Neuroradiologie

Johanna Etienne Krankenhaus

Herzlich Willkommen in der Klinik für Interventionelle Neuroradiologie

Die Neuroradiologie ist eine noch relativ junge Disziplin, die erst in den letzten Jahren sprunghaft gewachsen ist. Die Interventionelle Neuroradiologie stellt somit eine wichtige Ergänzung zu bisherigen radiologischen Untersuchungen dar. Neben detaillierter neuroradiologischer Diagnostik (wie z. B. diagnostischer Angiographie) stehen den Patienten auch verschiedene therapeutische Maßnahmen zur Verfügung. Diese werden in zwei Kategorien unterteilt:

  • Gefäßeröffnende Verfahren (z. B. mechanische Thrombektomie zur Behandlung des akuten Schlaganfalls sowie weitere Eingriffe, die Verengungen (Stenosen) der hirnversorgenden Gefäße beseitigen).
  • Gefäßverschließende Verfahren (Embolisationen), die insbesondere bei Aneurysmen und anderen Gefäßfehlbildungen angewandt werden.

Unser Ziel ist es den Patienten mittels modernster bildgebender Verfahren das gesamte Spektrum an neuroradiologischer Diagnostik und Therapie anzubieten. Der Hauptaugenmerk der Klinik liegt in der interventionellen neuroradiologischen Therapie als bettenführende Abteilung.

Unsere Leistungen und Angebote

Schnell im Überblick

Krankheitsbilder

Schlaganfall

Der Schlaganfall zeigt sich mit ganz unterschiedlicher Symptomatik und stellt einen akuten Notfall dar. Er bedarf einer sofortigen Abklärung und muss möglichst frühzeitig behandelt werden. Nach der Untersuchung durch einen Neurologen erfolgt eine Computertomografie des Kopfes mit Darstellung der Gefäße. Diese Bildgebung wird durch einen Neuroradiologen beurteilt. Bei Verschluss eines Hirngefäßes führt der Neuroradiologe eine Hirnkatheter-Untersuchung durch, welche einen maßgeblichen Einfluss auf den Verlauf des Schlaganfalls hat. Durch die mechanische Thrombektomie kann das Gerinnsel in den meisten Fällen direkt durch bloßes Absaugen entfernt werden.

Verengungen der Hals- und Kopfschlagadern

Verengungen der Hals- und Kopfschlagadern stellen ein hohes Risiko für einen Schlaganfall dar. Zusätzlich können sie die Ursache für Symptome wie Seh- und Sprachstörungen, Schwindel, Kopfschmerzen und Lähmungserscheinungen sein. Je nach Grad der Einengung gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, der Neuroradiologe ist dabei für die Stentimplantation verantwortlich.

Aneurysma

Ein Aneurysma stellt sich häufig mit heftigem Kopfschmerz, sogenanntem Vernichtungskopfschmerz, dar. In der Neuroradiologie wird neben der Diagnostik eines Aneurysmas auch eine sofortige Versorgung angeboten. Je nach Einzelfall wird beurteilt, ob ein gefäßverschließendes Verfahren vonnöten ist. Neben diesen akuten Fällen treten Aneurysmen auch als Zufallsbefunde auf. Bei ca. drei bis sechs % der Bevölkerung finden sich solche Aneurysmen, meistens als Nebenbefunde im MRT oder CT.

Durale Fisteln

Die Dura mater ist die harte Hirnhaut. Bei einer duralen Fistel existiert eine Verbindung zwischen Arterien und Venen der harten Hirnhaut. Erstsymptom einer duralen Fistel besteht in einem pulssynchronen persistierenden Tinnitus. In einzelnen Fällen kann ein erhöhtes Blutungsrisiko vorliegen, welches nur durch den erfahrenen interventionellen Neuroradiologen identifiziert und ggf. behandelt werden kann.

Arteriovenöse Malformationen

Die Arteriovenöse Malformation (AVM oder auch Angiom), ist eine Gefäßfehlbildung, bei welcher eine Kurzschlussverbindung zwischen Arterien und Venen des Gehirns besteht. Nach detaillierter Diagnostik und interdisziplinärer Erörterung mit Kollegen der Neurochirurgie, Neurologie und Strahlentherapie wird abgewägt, ob ein therapeutischer Eingriff, z. B. in Form einer interventionell-neuroradiologischen Embolisation, nötig ist.

Therapieangebot

  • Diagnostische Angiographie der supraaortalen, intrakraniellen (Kopf / Hals) und spinalen (Rückenmark) Gefäße
  • Minimal-invasive Katheter-gestützte endovaskuläre Therapie bei neurovaskulären Erkrankungen
  • Akutbehandlung des Schlaganfalls durch mechanische Thrombektomie bei embolischen Verschlüssen der hirnversorgenden Arterien
  • Endovaskuläre Behandlung von Verengungen (Stenosen) der Hals- (Carotis) und Kopfschlagadern mit Ballons und Stents
  • Endovaskuläre Behandlung von Aneurysmen mit Coils (Coiling), Stents und Flow-Diverter
  • Endovaskuläre Behandlung von kranialen und spinalen duralen AV-Fisteln (Durafisteln)
  • Endovaskuläre Behandlung von zerebralen, kranio-fazialen und spinalen arteriovenösen Malformationen und Fisteln (AVF, AVM, Angiome, Carotis-Cavernosus-Fistel, Vertebralis-Fistel)
  • Endovaskuläre Behandlung aller Arten von Gefäßfehlbildungen (arteriovenöse, venöse und lymphatische Malformationen), sowie Hämangiome in allen Körperregionen, durch Embolisation und / oder Direktpunktion und Injektion sklerosierender Medikamente
  • Endovaskuläre Behandlung neurovaskulärer Ursachen des pulssynchronen Tinnitus (AV-Fistel jeglicher Art, Glomus Tumor)
  • Endovaskuläre Behandlung der Idiopathischen Intrakraniellen Hypertension (Pseudotumor cerebri) mit venösen Stents
  • Endovaskuläre Behandlung von chronisch subduralen Hämatomen (SDH) durch Embolisation (therapeutischer Verschluss) der Arteria meningea media
  • Katheterbehandlungen an einer biplanen Flachdetektor-Angiographieanlage mit der Möglichkeit zur 3D-Rotationsangiographie und zur Flachdetektor- Computertomographie
  • Überregionale Beratung bei neurovaskulären Fragestellungen aller Art, insbesondere Gefäßfehlbildungen

Unsere Kompetenz für Ihre Gesundheit

Unser Team

Prof. Dr. med. Dan Meila

Chefarzt Klinik für Interventionelle Neuroradiologie

Björn Alexander Greling

Oberarzt

Thomas Schmitz

Koordinator Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie

Anmeldetresen für die Sprechstunde

Sprechstunden

Unsere Fachabteilung bietet zwei Sprechstunden zu verschiedenen Themenschwerpunkten an:

  • Aneurysma-Sprechstunde
  • Sprechstunde für Gefäßfehlbildungen 

Sollten Sie einen Termin in einer Sprechstunde wünschen, vereinbaren Sie diesen bitte vorab über die untenstehenden Kontaktmöglichkeiten.

Wissenswertes

Schnell im Überblick

Aus- und Fortbildung

Es besteht ein gemeinsames Befugnis mit Herrn Priv.-Doz. Dr. med. Gebhard Schmid zur Weiterbildung für Neuroradiologie (Schwerpunkt) in Verbindung mit dem Facharzt Radiologie im vollen Umfang von 36 Monaten.

Angebot für Studierende (PJ)
Bei Interesse an einer Famulatur oder dem Wahltertial des praktischen Jahres in unserer Abteilung, wenden Sie sich bitte mit Ihrer Bewerbung an:

Heike Oelze
h.oelze@ak-neuss.de

Zertifizierungen

Zertifizierungen Prof. Dr. med. Dan Meila:

  • Gemeinsame Befugnis mit Herrn Priv.-Doz. Dr. med. Gebhard Schmid zur Weiterbildung für Neuroradiologie (Schwerpunkt) im vollen Umfang von 36 Monaten.
  • Qualifikation in interventioneller Radiologie/Neuroradiologie der DeGIR/DGNR-Stufe 2 für die Module: E, F. Die DeGIR/DGNR ist die Deutsche Gesellschaft für Interventionelle Radiologie und minimal-invasive Therapie.
  • Qualifikation zum DeGIR/DGNR-Ausbilder für interventionelle Radiologie/Neuroradiologie für die Module: E, F
  • International Diploma in Neurovascular Diseases  (Université Paris XI, 2007-2008)


Zertifizierungen Björn Alexander Greling:

  • Qualifikation in interventioneller Radiologie/Neuroradiologie der DeGIR/DGNR-Stufe 2 für das Modul E

Kontakt und Terminkoordinierung

Sie fragen - wir helfen

Nadine Pfeiffer, Chefarztsekretärin

Johanna Etienne Krankenhaus

02131 529 58064

n.pfeiffer@ak-neuss.de

Thomas Schmitz, Koordinator Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie

Johanna Etienne Krankenhaus

02131 529 58152

thomas.schmitz@ak-neuss.de

Aktuelles & Neuigkeiten

Immer auf dem aktuellsten Stand

Zertifikat für kardiovaskuläre Bildgebung

(01.12.2022) Ein Zertifikat mit Herz: Die Deutsche Röntgengesellschaft e. V. (DRG) und die AG Herz- und Gefäßdiagnostik in der DRG haben das Johanna Etienne Krankenhaus als DRG-Zentrum für kardiovaskuläre Bildgebung zertifiziert. Damit wird der Further Klinik eine hohe Expertise bei kardiovaskulären CTs und MRTs, also bei der nicht-invasiven Bildgebung des Herzens, bescheinigt.

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(03.11.2022) Pro Jahr erhalten in Deutschland etwa 250.000 Männer die Diagnose Krebs. Am häufigsten wird bei Männern Prostatakrebs diagnostiziert, gefolgt von Lungenkrebs und Darmkrebs. Wussten Sie‘s?

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