Krebsberatung Düsseldorf jetzt im Etienne: Erstes Angebot im Umkreis

(20.04.2021) Eine Krebserkrankung kann die Welt für Betroffene und ihre Mitmenschen auf den Kopf stellen. Oftmals eröffnen sich durch die Diagnose viele Fragen zu verschiedensten Themenbereichen. Ein niederschwelliges Beratungsangebot finden Menschen aus dem Rhein-Kreis Neuss ab sofort im Johanna Etienne Krankenhaus. Die Krebsgesellschaft NRW richtete dort eine Außensprechstunde ihrer Düsseldorfer Krebsberatungsstelle ein.

Jeden Mittwoch von 12 bis 17 Uhr sind abwechselnd zwei Psychoonkologinnen vor Ort, die Betroffenen und Angehörigen unter die Arme greifen. Zum Kreis der Angehörigen gehören nach Auffassung der Krebsberatung nicht nur die Familie, sondern auch der Freundeskreis, Kolleginnen und Kollegen oder zum Beispiel bei Kindern das Betreuungs- und Lehrpersonal.

Das kostenfreie Angebot richtet sich an alle Menschen, die Hilfe brauchen mit den Auswirkungen der Erkrankung für ihr eigenes oder das Leben der betroffenen Person umzugehen. Die Beratung befasst sich mit lebenspraktischen, psychischen, körperlichen, sozialen, ethischen oder wirtschaftlichen Problemen, die durch eine Krebserkrankung entstehen können.

Die Psychoonkologinnen Anne-Katrin Gysae und Melina Morawietz begleiten Menschen unabhängig davon, wo sie behandelt werden und in allen Erkrankungsphasen. „Viele Fragen ergeben sich erst später, wenn der Alltag mehr und mehr zurückkehrt. Angst ist für viele eine Herausforderung. Hier versuchen wir, Strategien für den Umgang mit der Angst, neue Perspektiven und Kraftquellen zu finden. Andere Unsicherheiten sind ganz praktischer Natur. Bei einer Familie ging es zuletzt etwa darum, ob das Kind mit in die Reha genommen werden darf“, erzählt Gysae.

Die streng vertraulichen Gespräche, die einzeln, als Paar oder in der Familie geführt werden können, sollen nach Ansicht der Psychoonkologinnen aufzeigen, wo die Belastung am größten und die Unterstützung am nötigsten ist. Ziel ist es, dass Betroffene und Angehörige mit einer besseren Lebensqualität in den Alltag zurückfinden. Das Team versteht sich dabei als eine Art Wegweiser und Anlaufstelle – eine Psychotherapie findet hingegen nicht statt. Für Dinge, die die Psychoonkologinnen nicht selbst beantworten oder regeln können, verweisen sie die Ratsuchenden an die richtigen Stellen.

Gemeinsam mit der Krebsgesellschaft NRW möchte das „Etienne“ dafür sorgen, dass es im Rhein-Kreis Neuss eine psychosoziale Beratung für Menschen mit onkologischen Erkrankungen und ihr Umfeld gibt – für das sie nicht in die Landeshauptstadt fahren müssen. Es ist die erste Außensprechstunde der Krebsberatung außerhalb Düsseldorfs.

Gut zu wissen:

Termine vergibt die Krebsberatung unter T 0211 302 01757 oder per Mail an info@krebsberatungduesseldorf.de. Eine Überweisung muss nicht eingereicht werden, es sind keinerlei Voraussetzungen zu erfüllen. Die Beratung ist kostenfrei und streng vertraulich. Träger der Beratungsstelle ist die Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen e. V. Der gemeinnützige Verein setzt sich für die Verbesserung der onkologischen Versorgung in Nordrhein-Westfalen ein.

Immer auf dem neusten Stand

News und Aktuelles

Schützenbruderschaft besucht Johanna Etienne Krankenhaus

Neuss, 25.05.2026. Am Pfingstmontag war eine Abordnung der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Neuss im Johanna Etienne Krankenhaus zu Gast. Im Rahmen des Besuchs überreichte die Schützenbruderschaft eine Spende in Höhe von 500 Euro an das Krankenhaus.

Artikel lesen

Wanderausstellung von esperanza zeigt Hilfsangebote für Schwangere

Neuss, 21.05.2026. Das Johanna Etienne Krankenhaus zeigt ab Mittwoch, 20. Mai, die Wanderausstellung der Schwangerschaftsberatungsstelle esperanza des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) e.V. Neuss. Unter dem Leitgedanken „Hoffnung eröffnet Zukunft – esperanza eröffnet Möglichkeiten“ erhalten Besucherinnen und Besucher Einblicke in die Beratungs- und Unterstützungsangebote für Schwangere, Paare und Familien in Neuss, Kaarst, Meerbusch und Korschenbroich. Die Ausstellung des Erzbistums Köln entstand anlässlich des 25-jährigen Bestehens von esperanza.

Artikel lesen

Johanna Etienne Krankenhaus stärkt Wirbelsäulenmedizin in Neuss

Neuss, 18.03.2026. Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Gründen für Arztbesuche in Deutschland. Gleichzeitig wird die Zahl operativer Eingriffe an der Wirbelsäule zunehmend kritisch diskutiert. Das Johanna Etienne Krankenhaus setzt bewusst auf eine besonders sorgfältige Abwägung vor jedem Eingriff: Operationsentscheidungen folgen dabei einem verbindlichen interdisziplinären Prüfprozess mit dem Ziel, konservative Therapien konsequent auszuschöpfen.

Artikel lesen

Weitere Neuigkeiten