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Patienten und Personal unbedingt schützen und unterstützen

Die erste Etappe der Corona-Krise in Deutschland scheint geschafft. Zwar gibt es weiterhin zahlreiche Einschränkungen bei Kino, Konzerten oder Festen, doch sind weitreichende Lockerungen in Kraft: Besuche in Einrichtungen für Senioren und für Menschen mit Behinderungen sind unter Auflagen schon länger wieder möglich, seit Ende vergangener Woche können auch Patienten beispielsweise im Johanna Etienne Krankenhaus wieder besucht werden: Ein – im Vorfeld vom Patienten benannter – Besucher kann zwischen 11 und 18 Uhr für zwei Stunden ins „Etienne“ kommen, muss aber gesund und darf nicht gerade erst von einer Reise zurückgekehrt sein. „Die vergangenen Tage haben gezeigt, dass die Menschen die Regeln verstehen und befolgen“, sagt Paul Kudlich, Geschäftsführer des „Etienne“. „Die Warteschlangen halten sich in Grenzen, und wir haben die erste Etappe der Corona-Krise in Neuss sehr gut gemeistert.“
„Das muss auch so bleiben“, ergänzt Rainer Pappert, Geschäftsführer der St. Augustinus Gruppe. „Dazu braucht es jetzt ganz viel Disziplin in unserer Gesellschaft.“ Sorge bereite ihm der inzwischen deutlich geäußerte Unmut über die weiterhin bestehenden Einschränkungen. „Im Krankenhaus eine Mund-Nasen-Maske zu tragen und sämtliche Schutzmaßnahmen einzuhalten, das ist nicht zu viel verlangt“, stellt Rainer Pappert klar. Immerhin können dank freier Kapazitäten inzwischen wieder Operationen und überfällige Behandlungen durchgeführt werden. „Einen notwendigen Aufenthalt oder eine Untersuchung weiter aufzuschieben, kann schlimme Folgen haben“, warnt Pappert. Er setzt auf die enormen Hygiene- und Sicherheitsstandards, die Vernunft der Besucher und Patienten: „Am Mittwoch öffnen wir auch unser psychiatrisches Alexius/Josef Krankenhaus wieder für Besucher und gehen ebenfalls von reibungslosen Abläufen aus.“
Zu Beginn der Krise hatte die Geschäftsführung der St. Augustinus Gruppe mit ihren Kliniken, den Angeboten für Menschen mit Behinderung sowie Senioren- und Reha-Einrichtungen die Pandemie mit einer Radtour verglichen. „Uns war klar: Es gibt steile Berge – also Zeiten mit starken Infektionsraten – und eventuell auch wieder gerade Strecken oder Wege bergab mit Rückenwind“, erklärt Rainer Pappert. „Wenn wir uns jetzt ein Stückchen bergab rollen lassen, so bleiben wir doch bremsbereit. Die Zahlen der Infizierten können das kritische Maß jederzeit wieder überschreiten. Unsere Häuser könnten dann diesmal – im schlimmsten Szenario – wirklich an ihre Kapazitätsgrenzen kommen.“ Mit Disziplin und etwas Glück, so der Geschäftsführer, fahre man nun bis zur Entwicklung eines Impfstoffs oder Medikaments ruhig und konzentriert auf gerader Strecke voran.