Definition: Lungenkarzinom

Horst Mertins, komm. Leitender der Klinik für Thoraxchirurgie

"Das Lungenkarzinom ist eine der häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Es wird unterteilt in das nicht-kleinzellige (Adenokarzinom und Plattenepithelkarzinom) und das kleinzellige Bronchialkarzinom, welches deutlich aggressiver ist."

Kontakt
Birgit Spittmann, Chefarztsekretärin

02131 529 54526
b.spittmann@ak-neuss.de

 

Mitarbeiter Herr Horst Mertins

Ursache

Die mit Abstand häufigste Ursache für ein Lungenkarzinom ist das Rauchen. Es gibt allerdings auch andere Auslöser wie das Einatmen von Schadstoffen wie Asbest, Arsen, Radon oder anderen Giftstoffen. In seltenen Fällen kann auch eine vitaminarme Ernährung ein Lungenkarzinom auslösen.

Symptome

Die Beschwerden des Lungenkarzinoms treten häufig erst im späten Verlauf der Krankheit auf, sodass eine Behandlung zu diesem Zeitpunkt selten vollständig heilbar ist. Zu den Symptomen gehören langanhaltender und starker Husten, teilweise mit Auswurf, Schmerzen  in der Brust, Müdigkeit und Antriebslosigkeit, Atemnot und Fieber. Außerdem kann es wie bei fast allen Krebserkrankungen zu einem starken Gewichtsverlust kommen.

Diagnose

Bei Verdacht auf ein Lungenkarzinom werden verschiedene Untersuchungen des Thorax durchgeführt. Dazu gehören das Röntgen, die Computertomografie (CT) und die Kernspin- oder Magnetresonanztomografie (MRT). Zusätzlich werden Gewebeproben (Biopsien) entnommen, das Blut und der Auswurf des Patienten untersucht. Das Lungenkarzinom wird durch die internationale TNM-Klassifikation beschrieben, welche dessen Ausbreitung bestimmt. Es gibt vier Stadien des Lungenkarzinoms.  

Behandlung

Um ein Lungenkarzinom zu behandeln, muss individuell auf jeden Patienten eingegangen werden. Die Behandlung hängt vom gesundheitlichen Zustand und dem Alter des Patienten ab sowie von der Ausbreitung des Tumors. Wir unterscheiden den kurativen Ansatz, bei dem wir die Behandlung auf die größtmögliche Zerstörung und Beseitigung der Krebszellen – und damit auf den Rückgang der Krebserkrankung – ausrichten, von der palliativen Therapie. Sie hat das Ziel, Beschwerden zu lindern, Lebensqualität zu erhalten und, wenn möglich, die Lebenszeit zu verlängern. Als Therapieformen werden die Ansätze Operation, Bestrahlung und Chemotherapie sowie in Einzelfällen die lokale Tumortherapie eingesetzt.