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Inhaltsverzeichnis

Definition: Unterleibskrebs

Prof. Dr. med. Matthias Korell, Ärztlicher Direktor und Chefarzt Gynäkologie/Geburtshilfe

"Zu den Unterleibkrebsarten gehören der Eierstock-, der Gebärmutterkörper-, und Gebärmutterhalskrebs sowie Schamlippen- und Scheidenkrebs."

Kontakt
Maike Wirtz, Chefarztsekretärin
02131 529 55002
m.wirtz@ak-neuss.de

Ursache

Die genauen Ursachen für Krebserkrankungen im Unterleib bei Frauen sind größtenteils ungeklärt. Jedoch haben Frauen, die an Übergewicht leiden ein höheres Risiko, an Unterleibskrebs zu erkranken. Ebenso können folgende Risikofaktoren einen Einfluss haben:

  • Östrogenüberschuss nach den Wechseljahren
  • Früher Start der Regelblutung
  • Später Eintritt der Wechseljahre
  • Genetische Faktoren
  • Hormonelle Störungen
  • Strahlenbehandlung einer anderen Erkrankung

Außerdem haben Frauen, die keine Kinder bekommen haben oder nicht gestillt haben, tendenziell ein höheres Risiko, an Unterleibskrebs zu erkranken. Mit zunehmendem Alter der Frau steigt auch das Risiko einer solchen Erkrankung. Vorsorgeuntersuchungen sind daher sehr wichtig für die Früherkennung.

Symptome

Unterleibskrebs zeigt sich oftmals durch Symptome wie ungewöhnliche oder besonders lange Blutungen aus der Scheide, maßgeblich bei Frauen, die sich in der Menopause befinden. Teilweise treten ebenfalls Schmierblutungen oder eitriger Ausfluss sowie wehen-ähnliche Schmerzen im Unterleib und im Becken oder Rücken auf. Weitere Hinweise auf eine Erkrankung können Gewichts- und Appetitverlust sein.

Diagnose

Durch die jährlichen Vorsorgeuntersuchungen beim Frauenarzt werden Tumore im Unterleib häufig früh erkannt. Bei der Diagnosestellung kommen diese Methoden zum Einsatz:

  • Ultraschalluntersuchung
  • Abtasten der Schleimhaut
  • Gewebeprobe (Biopsie)
  • Gebärmutterspiegelung
  • Magnetresonanztomografie (MRT)
  • Computertomografie (CT)
  • Blasen- und Enddarmspiegelung

Behandlung

Um Eierstock-, Gebärmutterkörper- und Gebärmutterhalskrebs erfolgreich zu behandeln, wird das ärztliche Team häufig vorschlagen, das betroffene Organ ganz oder teilweise zu entfernen. Wenn der Tumor zunächst verkleinert werden muss oder sich in einem fortgeschrittenen Stadium befindet, wird eine zusätzliche Chemo- oder Strahlentherapie angewendet, damit er durch die darauffolgende Operation vollständig entfernt werden kann. Beim Schamlippen- und Scheidenkrebs wird ebenfalls eine Operation mit, je nach Stadium, einer zusätzlichen Strahlen- oder Chemotherapie als Therapieform gewählt.